Märchen und deren Einfluss auf die Entwicklung im Kleinkindalter

Egal ob DDR Märchen Filme auf DVD, gebundene Bilderbücher oder als Hörbuch aus dem CD-Player, Märchen üben starken pädagogischen Einfluss auf Kinder und steuern die Frühphase ihrer Entwicklung bedeutend mit.

Berühmte internationale Klassiker wie das Rotkäppchen, Hänsel und Gretel oder das Aschenputtel faszinieren, durch ihre fantasievolle Erzählweise und übermittelten Moralvorstellungen, Generationen von Kindern.

 

Anregen der Fantasie

Anerkannte Psychologen und Pädagogen sind sich einig. Märchen helfen Kindern beim Entwickeln von Kreativität und Fantasie.

Bei Sachverhalten, die sie rational noch nicht begreifen können, nutzen Kinder magische Vorstellungen als Erklärung. Genau dieses kindliche Fantasieren und zauberhafte Denken, spiegelt sich im Großteil der berühmten Märchen wider.

Sprechende Wölfe, Welten von Zwergen und Riesen, mystische Kreaturen – Märchen bieten realitätsferne Szenerien, die Kinder in eine inspirierende, kreative Gedankenwelt abdriften lässt.

 

Moralische Botschaften von Märchen

Neben dem Anregen von Kreativität helfen Märchen Kindern auch dabei ein Gefühl für Werte und Moral zu entwickeln, sowie zwischen Gut und Böse oder Richtig und Falsch entscheiden zu können.

In Märchen wie dem Rotkäppchen wird drastisch zwischen Gut und Böse abstrahiert (Großmutter und Wolf). Kinder benötigen dieses eindeutige Schwarz-Weiß Kategorisieren um ihre neu entwickelten Moralvorstellungen auf das echte Leben zu übertragen. Außerdem enden Märchen meist mit einem Happy End und dem Sieg des Guten.

Dadurch wird den kleinen Zuhörern Zuversicht und ein ausgeprägtes Grundvertrauen in die eigene Stärke vermittelt. Irrationale Ängste werden genommen und Neugier und Mut geweckt.

„Du bist nicht allein“ ist eine weitere eminent wichtige Botschaft die in Märchen verpackt wird. Helfer wie die sieben Zwerge, die das schlafende Schneewittchen retten, oder der Jäger der dem bösen Wolf den Bauch aufschlitzt, senden starke Bilder und Signale und hinterlassen Kindern das gute Gefühl auf ihrem Weg stets begleitet und nicht alleine gelassen zu werden.

Insgesamt lassen sich Märchen treffend als positive Mutmachgeschichten zusammenfassen.

 

Kritik an Märchen

Trotzdem gibt es auch Gegner, die Märchen verteufeln und ihnen ihren pädagogischen Wert gänzlich absprechen. Träume und Fantasien, die im wirklichen Leben niemals realisierbar seien würden geschürt. Kindern werde dadurch eine völlig falsche Erwartungshaltung an die Hand gegeben.

Auf Dauer wären dann Enttäuschungen und Resignation Resultat der gewachsenen Erwartungshaltung. Kritiker mahnen zudem, dass zahlreiche Märchen nicht ansatzweise kindgerecht seien.

Kannibalistische Hexen aus Hänsel und Gretel oder schlichtweg bösartige und manipulative Figuren wie der böse Wolf aus Rotkäppchen haben in Erzählungen für Kinder ihrer Meinung nach nichts verloren.

 

Fazit

Alles in Allem ist die Zahl der Märchengegner aber sehr gering. Befürworter der traditionsreichen, bildgewaltigen Erzählungen gibt es hingegen aber zuhauf. Eltern lesen sie vor, Lehrer verwenden sie als Schulliteratur und Psychologen attestieren ihr entwicklungsfördernden Charakter.

Wahrscheinlich also, dass diese oft hunderte Jahre alten Geschichten einige weitere Generationen überdauern und auch in Zukunft viele Kinder zum Staunen,Fantasieren und Nachdenken anregt.

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